Leichter verkaufen!
10 Tipps, die Ihnen als Dienstleisterin den Verkauf erleichtern
von Mag. Sylvia Fullmann.
I. Wie leicht machen Sie sich (selbst) den Verkauf?
Verkaufen von wird vielen – zumindest unbewusst – mit
Klinken putzen, aufdringlich sein, nur auf den eigenen Vorteil schauen,
mit fehlender Moral und Integrität gleichgesetzt.
Damit wollen viele Unternehmerinnen nichts zu tun haben.
Und sie haben Recht!
Wenn Sie Dienstleistungen verkaufen oder langfristige Zusammenarbeit
mit Ihren KundInnen anstreben, funktioniert "power selling"
– Verkaufen mit Druck nicht.
Wenn Sie von Ihren KundInnen als vertrauenswürdige Beraterin
geschätzt werden wollen und langfristige Partnerschaften anstreben,
sollten Sie sich auch während des Verkaufsprozesses
so verhalten.
>>> TIPP 1. Verkaufen Sie als Beraterin
Eine Verkäuferin will möglichst viel zu verkaufen. Als Beraterin
unterstützen Sie Ihre GesprächsparnterInnen die beste
Entscheidung zu treffen.
Erleichterungen:
- Sie geben Ihren KundInnen, was diese möchten: Information und
vertrauenswürdige Beratung.
Damit vermeiden Sie nicht nur unangenehmen Druck auf Ihre
GesprächspartnerInnen sondern auch deren Ablehnung und Ein-
wände. Das Verkaufsgespräch wird zum Miteinander statt zum
Gegeneinander.
- Sie behalten Ihre Würde und fühlen sich nicht als jemand,
der/die um einen Auftrag bettelt.
- Für Ihre KundInnen bleiben Sie glaubwürdige ExpertIn.
- Sie sind erfolgreicher! Studien zeigen, dass rasch wachsende
Klein-Unternehmen zu 90% KundInnen-orientierung vor
Verkaufs-orientierung setzen.
Reduzieren Sie selbstgemachten Druck
Durch den Druck Aufträge "jetzt & sofort" zu brauchen, setzen
sich viele UnternehmerInnen unrealistische Ziele – eine der
häufigsten Quellen für Frust und Lustlosigkeit im Verkauf.
>>> TIPP 2. Gehen Sie Schritt für Schritt vor
Es ist unwahrscheinlich bei einem Erstkontakt (Netzwerktreffen,
Telefonat) sofort einen Termin für ein Verkaufsgespräch zu
vereinbaren.
Setzen Sie sich lieber das Ziel Sympathie und Vertrauen
aufzubauen. Eine Visitkarte und der Wunsch Ihrer GesprächsparnterIn
mehr über Sie zu erfahren, sind ein erfolgreicher Einstieg.
Genauso gibt es in einem Verkaufsgespräch Teilziele.
>>> TIPP 3: Wählen Sie die geeigneten KundInnen aus
Erfahrene VerkäuferInnen wissen, dass nicht jedes
Verkaufsgespräch zum Auftrag wird.
Machen Sie daher das Verkaufsgespräch zur Verkaufsuntersuchung,
in der Sie die für Sie geeignetsten KundInnen auswählen. Damit
ersparen Sie sich unnötigen Arbeit und frustrierende Absagen.
>>> TIPP 4: Sorgen Sie für spielerische
Trainingsmöglichkeit
Wenn Sie Verkauf durch Versuch und Irrtum lernen, machen Sie sich
das Leben unnötig schwer. Mit (branchen)spezifischen Know-How
(Bücher, Workshops) und einer Möglichkeit sensible Phasen des
Verkaufsgesprächs risikolos zu testen, können Sie sich viel
Frust ersparen.
II Wie leicht machen Sie es Ihren KundInnen zu kaufen?
>>> TIPP 5: Profilieren Sie sich vorab als ExpertIn
Geben Sie potentiellen KundInnen die Möglichkeit sich bereits vor
dem persönlichen Gespräch von Ihrer Kompetenz zu überzeugen.
Stärken Sie Kompetenz und Glaubwürdigkeit durch Presseberichte,
Seminare oder Vorträge. Auch durch Artikel, Spezial-Berichte,
Checklisten oder Referenzprojekte werden Sie für potentielle
KundInnen zur vertrauenswürdigen ExpertIn.
Der Kompetenzaufbau ist besonders wichtig für Einsteigerinnen,
wenn Bekanntheit und Empfehlungen zufriedener KundInnen
noch fehlen.
>>> TIPP 6: Fragen & zuhören
Ermuntern Sie mögliche KundInnen über Ihre Situation, Ihre
Probleme, Ihre Ziele zu erzählen. Hören Sie wirklich zu.
Erleichterungen
- Die meisten Menschen reden gerne über sich. Gleichzeitig
bauen Sie Beziehung und Vertrauen auf.
- Sie brauchen sich nicht in den Vordergrund stellen und er-
zählen wie toll Sie sind. Zusätzlich wirken Sie glaub-
würdiger und souveräner.
- Sie erfahren viele für das weitere Gespräch wichtige Infor-
mationen. Dadurch vermeiden Sie Vorschläge, die für Ihre
GesprächsparterIn uninteressant sind und ersparen sich so
viele "Neins".
>>> TIPP 7: Diagnose & spezielle
"Behandlungsvorschläge"
Wie ein Arzt können Sie auf Basis Ihrer ExpertInnen-Diagnose
"Behandlungsvorschläge" anbieten, die sich von
Standardlösungen eindeutig unterscheiden.
- Je mehr Sie über Ihre KundInnen wissen umso treffender ist
Ihre Diagnose. Sie bieten doch keine 0-8-15-Beratung. Hier
ist der Ort es Ihren KundInn zu beweisen.
- Je konkreter Ihre Vorschläge sind umso besser können Sie
KundInnen-Vorteile und erzielbare Resultate beschreiben.
- Sie präsentieren Ihre Argumente nach den Prioritäten Ihrer
jeweiligen GesprächsparnterInnen. Damit argumentieren Sie
gezielter und treffsicherer.
- Sie bleiben eine vertrauenswürdige ExpertIn und wirken
nicht als "VerkäuferIn", die unbedingt von einer Lösung
überzeugen will.
>>> TIPP 8: Vereinfachen Sie den Erstkauf!
Bieten Sie Wahlmöglichkeiten: Bei einem modularen Angebot
können sich Ihre KundInnen zwischen Varianten mit unterschiedlichen
Preisen entscheiden. Sie ersparen sich viele Preisdiskussionen.
Mit Einstiegs- und Schnuppermöglichkeiten können Sie für
KundInnen das Kaufrisiko reduzieren. Ihre KundInnen entscheiden
sich leichter für den Kauf.
III Gute Vorbereitung ist der halbe Erfolg!
>>> TIPP 9: Erstellen Sie einen Leitfaden für Ihren
Verkauf!
Wenn Sie sich vorab mit Fragen und Einwänden beschäftigen, können
Sie sich in Ruhe vorbereiten. Umso weniger müssen Sie improvisieren
und aus dem Stehgreif erfinden.
- Sie wissen welche Fragen Sie stellen und können sich auf Ihre
GesprächspartnerIn statt auf den Verkauf konzentrieren.
- Sie haben Antwortmodule für sensible Situationen (Preisfrage,
nach dem Auftrag fragen,…)
- Sie können rascher und flexibler reagieren, da Sie konkrete
Ziele und Alternativen für unerwartete Situationen vorbereitet
haben.
>>> TIPP 10: Seien Sie für den Erfolg bereit
- Bereiten Sie alle Unterlagen und auch Verträge für einen
Abschluß vor.
- Achten Sie darauf, wann Ihre KundInnen bereit sind einen Abschluss
zuzustimmen. Die Erfahrung zeigt, dass gerade Anbieterinnen von
Dienstleistungen sich oft um den Auftrag reden
indem Sie KundInnen die Lösungen präsentieren bevor der
Kauf vereinbart ist.
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